rainforest-invest

  • die Anschrift der rainforest-invest Sociedad Anónima (S.A.) Panamá lautet: Edificio Hyde Park, 1701 A, Calle 74, Carasquillas, Ciudad de Panamá
  • Präsident der rainforest-invest S.A., Panamá: Stefan Mudry
  • Sekretär: Emilio José Cornejo Vernaza
  • Schatzhalter: Heriberto Estribi Chavarria
  • verwaltet wird das Unternehmen von Garnadera de Las Palmas aus
  • die rainforest-invest S.A., Panamá wurde am 25. Mai 2006 bei der “Notaria Tercera Del Circuito De Panamá” in Panama City gegründet und ins Grundbuchverzeichnis “Registro Público” eingetragen
  • rainforest-invest S.A. war von 2006 bis 2009 in der Aufforstung in der östlichen Provinz Darién tätig
  • seit Juni 2010 verwaltet rainforest-invest S.A. die Finca Bayano
  • im Jahr 2006 entworfen, stellt das rainforest-invest Logo exponentielles Wachstum von Bäumen dar

 

Von 2006 bis 2009 beschäftigte ich mich mit meiner Firma rainforest-invest S.A. in der östlichen panamaischen Provinz Darién mit der Aufforstung zerstörter Regenwälder. Das Besondere an meinem Konzept war, dass außer Teak auch andere Bäume integriert werden sollten – also keine Monokultur. Über einen Zeitraum von 25 Jahren war geplant, der Plantage nur Teakholz zu entnehmen und alle anderen Bäume weiter wachsen zu lassen. Das Teak-Holz wäre verkauft worden, um den Zweck der Investition zu erfüllen und nach 25 Jahren wäre ein gesunder Sekundärwald entstanden, so wie es der Idee einer wirklichen Aufforstung entsprochen hätte. Leider war das Interesse an diesem Modell – wegen wesentlich geringeren Renditen – äußerst mager; den meisten Investoren geht’s eben leider nur ums Geld und nicht um die Umwelt. Daher habe ich die Plantagen 2009 verkauft. Geblieben ist das Logo und mit ihm die Hoffnung, dass alle Pflanzen auf der Finca Bayano auch zukünftig exponentiell wachsen und dass wir auf der Finca Bayano die gewünschten Resultate erzielen.

 

Der Übergang von der Aufforstung zur Finca Bayano

Hatte das Aufforstungs-Projekt noch nichts mit meiner Befürchtung bezüglich des Crashs zu tun, so dachte ich Anfang 2010, es sei höchste Zeit, mit den Vorbereitungen zu beginnen. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Teak-Plantagen investierte ich in den Kauf  des Landes für das Projekt Finca Bayano und die Deckung der Kosten des ersten Betriebsjahres.

 

Stefan

Wer in Panama abgelegene Gegenden besuchen möchte, sollte wissen, wie “Schneeketten” angelegt werden…  🙂

So waren wir 2010 unterwegs, als wir Land für unser Projekt suchten: Mit Ketten auf vier Rädern, denn nur so wird ein allradgetriebenes Fahrzeug wirklich allradgetrieben. Abseits der Straßen sind viele Wege während der Regenzeit ohne Ketten oft nicht befahrbar. Heute habe ich leider kaum Zeit für Abenteuer und die Ketten kommen auf der Finca Bayano nur an heftigen Regentagen zum Einsatz. Auf unserem Gelände reichen jedoch zwei Ketten auf den hinteren Rädern aus, denn unser Isuzu hat eine Hinterachse mit Sperrdifferenzial.

Gelegentlich wird mir unterstellt, dass ich Geschäfte mit der Angst anderer mache und auf einen baldigen Crash hoffe. Zwar glaube ich, dass Panama wie im zweiten Weltkrieg vom Schlimmsten verschont bleibt, aber das ist kein Grund, einen Crash herbei zu wünschen. Denn was auf uns zukommt, wird vielleicht schlimmer, als wir es uns vorstellen. Zudem ist es menschlich, Angst zu haben, sich über seine Zukunft Gedanken zu machen, überleben zu wollen und ein Konzept zu erarbeiten, wie und wo das Überleben eines Zusammenbruchs möglich ist. Warum sollte es in diesem Zusammenhang nicht menschlich sein, eine Lösung anzubieten?

Optimisten wanderten während der 30er Jahre zu Tausenden ins KZ.

Pessimisten wanderten damals aus!

 

Marlon

Ich heiße Marlon und bin am 12.12.2000 in Trinidad geboren. Am 12.12.2012 wurde ich zwölf Jahre alt.

Als ich fünf war, habe ich meinen Vater gefragt, was ein “Selbstmordaffentöter” ist. Als ich 2010 Videos von den Demonstrationen in Griechenland sah, erklärte mir mein Vater, dass wir in Panama sind, weil wir so etwas nicht miterleben wollen und dass es zukünftig noch viel größere Unruhen geben wird.  Heute verstehe ich immer noch nicht, warum die Welt so verrückt ist und bei den Sachen, die wir über andere Länder hören, glaube ich, dass wir auf der Finca Bayano gut aufgehoben sind. 

2010 wanderten wir nach Panama aus, wo wir ein ganzes Jahr unterwegs waren, um Land für die Finca Bayano zu finden. Auf einer dieser Reisen entstand auch das Foto mit dem Faultier. Während dieser Zeit war ich nicht in der Schule und lernte spanisch. Ich hoffe, dass bald die ersten Bewohner auf die Finca Bayano ziehen und junge Leute in meinem Alter mitbringen. Jetzt lerne ich gerade, Bagger zu fahren. 

 

 

Unsere Angestellten

Auf dem Foto befindet sich der “harte Kern” meiner Angestellten. Links steht unsere Haushälterin Yari. Marlon ist nun 17 Jahre alt und etwa so groß wie ich. Ergänzt wird die Mannschaft von anderen Arbeitern, die nach Bedarf außerhalb der Finca Gebüsch schneiden, das wir zum Mulchen benutzen. Weil das Wort Mulch hier nicht verstanden wird, nenne ich organischen Dünger “Comida”, das spanische Wort für Nahrung. So kommt es oft vor, dass ein Besucher zu uns kommt, um uns “Nahrung” anzubieten. Das heißt dann soviel wie: Er hat ein paar Hektar Gebüsch zu schneiden…

Unsere Angestellten erhalten $1,60 pro Stunde. Sie arbeiten 48 Stunden pro Woche und verdienen mit Urlaubsgeld und anderen kleinen Zulagen etwa $4oo netto pro Monat. Das ist wenig, es reicht Selbstversorgern aber, auf ihrem Niveau zurechtzukommen. Bernardo gelingt es sogar, monatlich $200 zu sparen. Das können viele Europäer heute nicht mehr und dem einen oder anderen täte es ganz gut, Urlaub in einer Lehmhütte zu machen, um zu sehen, wie unsere Vorfahren lebten und unsere Nachkommen vielleicht wieder leben werden.

 

Die Finca Bayano ist weder Verschwörung noch Theorie!