Strom und Wasser

mehrere mittelgroße, fahrbare Generatoren sind sinnvoll, sobald das öffentliche Stromnetz nicht mehr zuverlässig ist

  • Bau des ersten Staudamms ab Januar 2018
  • geplant sind insgesamt sechs Staudämme
  • Verlegung der ersten Wasserrohre ab Januar 2018
  • insgesamt werden 4.000 Meter Wasserrohre verlegt
  • der Anschluss an das öffentliche Stromnetz ist für 2018 vorgesehen, etwa die Hälfte der Finca Bayano wird in diesem Jahr mit Strom versorgt
  • eine Solaranlage ist für 2019 geplant
  • fahrbare Generatoren werden ersatzweise zur Verfügung stehen
  • Windgeneratoren sind nicht vorgesehen

 

 

Letztendlich ist es ein Muss, eine Solaranlage zu installieren, denn selbst, wenn wir annehmen, dass Panama nicht allzu hart vom Crash betroffen sein wird, so besteht dennoch die Möglichkeit, dass nach einem Zusammenbruch Engpässe in der Stromversorgung entstehen. Ferner sind es gerade tropische Regionen, in welchen Solaranlagen besonders effektiv funktionieren, aber sie können eben doch nicht mit dem öffentlichen Stromnetz konkurrieren. Dort kostet eine Kilowattstunde nur 12 Cent. Insbesondere die Bewässerung – während der trockenen Monate von Anfang Januar bis Ende April – bedarf großer Mengen Strom. Und selbst wenn während dieser Zeit kaum eine Wolke am Himmel zu sehen ist, so kommt Solarenergie – zumindest vorübergehend – als Alternative noch nicht in Frage, weil sie die mit Abstand teuerste Lösung ist.

Wir verfügen bereits über 35 Solarpaneele, die 8.000 Dollar gekostet haben – sie werden aber wahrscheinlich erst im Laufe des Jahres 2019 angeschlossen. Denn leider sind sie nur der geringste Teil der Anlage und entsprechen etwa einem Zehntel des gesamten Investitionsvolumens. Einerseits wird ein Inverter gebraucht, der für diese Anzahl von Paneelen etwa 5.000 Dollar kostet – und weil die gesamte Anlage wertlos ist, wenn dieses Gerät ausfällt, sollte ein zweiter Inverter zur Verfügung stehen. Andererseits müssen die Solarpaneele befestigt werden. Dafür eignet sich am besten das Dach eines Gebäudes, das in unserem Fall eine Fläche von mindestens 100 Quadratmetern haben muss. Sind die Baupreise mit 600 Dollar pro Quadratmeter in Panama auch sehr günstig, so kostet es dennoch etwa 50.000 Dollar, ein Gebäude mit etwa 80 Quadratmetern Grundfläche und einem etwas größeren Dach zu errichten. Hinzu kommen die Befestigung, die etwa mit 5.000 Dollar zu Buche schlägt, und eine Batteriebank, die im oberen vierstelligen Bereich anzusiedeln ist. In Anbetracht dieser hohen Investition ist die Solaranlage vorerst aufgeschoben, aber nicht aufgehoben.

Der Anschluss an die öffentliche Stromversorgung ist für das erste Halbjahr 2018 geplant und wird neben dem Bau der Staudämme das größte Projekt sein. Eine kostengünstigste Bewässerung ist nur mit Elektrizität aus dem öffentlichen Netz möglich. Wasserpumpen, die mit Diesel oder Benzin betrieben werden, sind wesentlich teurer in der Anschaffung und kosten ein Vielfaches in der Unterhaltung. Vorerst werden fünf der zehn Masten gesetzt, die in der Karte rot gekennzeichnet sind. Um die Hochspannung von 19.000 Volt auf zwei Phasen von 110 Volt zu transformieren, werden vorerst zwei der vier Transformatoren, die gelb gekennzeichnet sind, aufgestellt. Die Masten sind aus Beton und haben eine Höhe von 7 Metern. Ein Mast kostet 350 US$, die Transformatoren kosten jeweils 3.500 US$ und die Kabel kosten 5.000 US$. Die Gesamtkosten betragen etwa 30.000 US$. Wahrscheinlich wird es 2018 möglich sein, die Hälfte der Finca Bayano mit Elektrizität zu versorgen. Momentan überprüfen wir, ob unterirdische Kabel gelegt werden können, denn Strommasten sind alles andere als schön.

Immer wieder werde ich gefragt, ob ich von “freier Energie” Gebrauch mache. Das würde ich gerne, aber bisher hat mir niemand berichtet, wie das geht. Windgeneratoren können auf der Finca Bayano nicht effektiv arbeiten. Es weht zwar zumeist eine leichte Brise, es gibt aber nicht genügend Wind, um den Aufbau von Windgeneratoren zu rechtfertigen.

Zunächst sind drei Staudämme geplant, die in der Karte gelb markiert sind. Hinter den Dämmen entstehen Staubecken mit einem Volumen von etwa 1.000 Kubikmetern Wasser, die für die Fischzucht und während der Trockenzeit für die Bewässerung benutzt werden. Gleichzeitig dienen die Dämme als Überfahrt. Mit der Wasserkraft werden kleine Wasserpumpen (Widder) angetrieben. Baubeginn des ersten Damms ist Januar 2018. Die Arbeiten werde ich ausführlich anhand von Videos dokumentieren. Auf seinem Lauf von 1.500 Metern über die Finca Bayano kann der Bach zehnmal gestaut werden. Die Erlaubnisse dafür habe ich bereits eingeholt.

Die Baugrundstücke der Finca Bayano werden über den Brunnen auf dem Grundstück B38 versorgt. Die südliche Hälfte der Finca erhält Wasser aus dem Bach.

 

Du bist nur vorbereitet, wenn Du dich dort vorbereitest, wo Du die Aussicht hast, einen Crash zu überstehen!