Damals, Heute, Morgen

Depression

bekanntes Bild aus der Zeit der Depression, 1936

  • heute den Kopf in den Sand zu stecken bedeutet, morgen nichts zu essen
  • die dreißiger und frühen vierziger Jahre waren im Verhältnis zu dem, was Europa bald erwartet, ein Spaziergang im Park
  • das Konzept “heute leben, morgen bezahlen” wird sich sehr bald sehr bitter rächen, denn der Crash ist nichts anderes als der Zahltag, an welchem alle, die ihn erleben, ihre eigenen Schulden, die ihrer Kinder, die ihrer Eltern und die ihrer Großeltern auf einmal bezahlen müssen
  • organisch können auf diesem Planeten nur für eine Milliarde Menschen Nahrungsmittel erzeugt werden

 

Damals

1930, zu Beginn der letzten großen Krise, hatte die Erde ein Viertel der heutigen Bewohner. Der Begriff Umweltverschmutzung – in seiner heutigen Anwendung – war noch nicht geprägt, die Regenwälder waren intakt, die Meere waren sauber und die Menschen lebten in der gesunden Struktur der Großfamilie. Zwei Drittel der Bevölkerung arbeiteten in der Landwirtschaft und produzierten weitgehend organische Nahrung. Auch ohne Antibiotika und andere Chemie-Hämmer war die Lebenserwartung trotz der politisch komplizierten Zeit relativ hoch. Auch wenn der zweite Weltkrieg an Brutalität schwer zu übertreffen ist, so waren die Menschen damals in Bezug auf Gewaltbereitschaft moralisch harmlose Wesen im Vergleich zur heutigen Zeit. Insbesondere diese Tatsache wird dazu beitragen, die dreißiger und frühen vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts im Verhältnis zu dem, was Europa heute erwartet, wenn es soweit ist, wie einen Spaziergang im Park erscheinen zu lassen. Kamen damals nach offiziellen Angaben etwa 10% der Europäer ums Leben, so wird den kommenden Crash möglicherweise nur ein Zehntel der Weltbevölkerung überleben.

Nur die wenigsten, die Europa vor 1933 verließen, konnten damals ahnen, was in den Jahren danach passieren würde, denn es gab kein Internet und daher im Grunde keine Möglichkeit, sich zu informieren. Sie wussten nicht, ob es ihnen außerhalb Europas besser ergehen würde als in ihrer Heimat, welche sie hinter sich ließen. Die Medien dienten der staatlichen Propaganda und eine Fremdsprache beherrschten damals nur wenige, so dass auch ausländische Informationsquellen – wenn sie denn brauchbarer waren – nicht genutzt werden konnten. Wer Onkel und Tanten in einem anderen Land hatte, war möglicherweise besser informiert und konnte mit deren Hilfe einfacher auswandern und in der neuen Heimat leichter Fuß fassen.

Abgesehen davon, dass die USA während der frühen dreißiger Jahre ebenfalls unter einer Depression litten und die Begleitumstände auch dort nicht gerade paradiesisch waren, hatten Auswanderungswillige damals in der Regel nicht die Möglichkeit, mal eben über den Atlantik zu jetten oder sich ein Grundstück über Skype anzusehen. Auszuwandern war der Sprung ins kalte Wasser und in der Regel gab es danach kein Zurück mehr. Zudem verfügte kaum jemand über nennenswerte Ersparnisse, die zur damaligen Zeit auch nur physisch ausgeführt werden konnten. Zur Abrundung des Themas sei ferner erwähnt, dass sich Kredite aus dünner Luft, um eine Reise zu finanzieren, damals noch jenseits der Vorstellungskraft eines Normalbürgers befanden. Nur wer damals rechtzeitig auswanderte, war nicht direkt vom zweiten Weltkrieg betroffen.

 

Heute

Kopf im Sand

Kopf in den Sand ist keine Lösung

Heute ist alles anders: Die Welt ist hoffnungslos überbevölkert, die Umweltverschmutzung ist nicht zu beschreiben, Regenwälder sterben, während man überfischte Meere zu Kloaken und Müllhalden degradiert und es besteht die Vermutung, dass ein großer Teil der Insekten durch Elektrosmog bereits vernichtet wurde. Nur noch zwei Prozent der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft, organische Nahrung gibt es nur gegen einen hohen Aufpreis und 500 AKWs warten auf den GAU. Realistisch betrachtet befindet sich heute der größte Teil der Menschheit mit Scheuklappen im Hamsterrad auf dem Weg in die Endphase des Systems der maximalen Verschuldung. Gab es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Milliarde Menschen auf diesem Planeten, so gelang es, diese Anzahl bis heute zu versiebenfachen. Um dies zu erreichen, musste die Lebenserwartung entscheidend verlängert und die Kindersterblichkeit minimiert werden, die Nahrungsmittelproduktion musste wesentlich erhöht und die Ausbeutung der Natur musste maximiert werden. Das war nur mit der rücksichtslosen Anwendung von Millionen Tonnen Chemikalien wie Antibiotika, Düngern und sogenannten Pflanzenschutzmitteln möglich und nur auf diese Weise können weiterhin 7.000.000.000 Zins-Sklaven am Leben erhalten und zur Kasse gebeten werden.

Mit der Vermehrung der Bevölkerung stieg natürlich auch die Bewertung aller beleihbaren Güter, denn je höher die Nachfrage, desto höher der Preis. Das betrifft insbesondere Grund und Boden für die Errichtung von Wohnraum und für die Produktion von Nahrung. Was den Organisatoren des Systems von Beginn an klar war, kam erst während der letzten Jahre direkt zum Vorschein: Einerseits kann die Bevölkerung nicht unendlich vermehrt werden und andererseits kann der Wert beleihbarer Güter nicht unendlich steigen, um mit unendlichen Krediten unendliches Wachstum zu generieren. In Anbetracht dieser Tatsachen entstehen wirtschaftliche Engpässe, weil durch diese Vorgaben eine unendliche Kreditvergabe scheitert. Ausschließlich aus diesem Grund steht das System heute vor dem Zusammenbruch, aber es stellt sich die Frage, wie dieser eingeleitet wird. Höchstwahrscheinlich wird versucht, einen Schuldigen zu finden. Vielleicht ein Vulkanausbruch in Island oder Italien, vielleicht ein Krieg im Nahen Ost oder vielleicht eine False-Flag-Aktion ähnlich dem 11. September.

Nach einem Zusammenbruch reduziert sich die Menschheit wahrscheinlich wieder auf eine Milliarde, denn nur diese Anzahl von Menschen kann auf dem Planeten organisch ernährt werden. Mit anderen Worten: Organisch können Nahrungsmittel nur für einen von sieben Menschen erzeugt werden – sechs von sieben müssen (ver)hungern. Heute den Kopf in den Sand zu stecken bedeutet, morgen nichts zu essen zu haben.

 

Morgen

Bis vor wenigen Jahren war die Welt für die Mehrheit ihrer Bewohner – abgesehen von einer ganzen Menge Schönheitsfehler – noch in Ordnung. Es gab hier einen Krieg und dort einen Putsch, wer jedoch nicht direkt betroffen war, schaute zu, aber stellte in der Regel keine Fragen. Diese Sachlage ist im Begriff, sich zu verändern, weil es zukünftig nicht mehr kleine Minderheiten – irgendwo weit hinter dem Horizont – sein werden, auf deren Rücken und zu deren Nachteil politisch und wirtschaftlich motivierte Krisen, Konflikte und Kriege inszeniert und ausgetragen werden. Dieses Mal betrifft es alle: Das Konzept “heute leben, morgen bezahlen” wird sich sehr bald sehr bitter rächen, denn der Crash ist nichts anderes als der Zahltag, an welchem alle, die ihn erleben, ihre eigenen Schulden, die ihrer Eltern und die ihrer Großeltern bezahlen müssen. Dann werden alle Betroffenen auf einmal Fragen stellen, aber alle, die sich nicht die Mühe machten, sich auf das Ende des Systems vorzubereiten, werden keine Antwort haben und von niemandem eine erhalten. Von wem auch?

Vielleicht wird ein Krieg die Antwort sein, um, wie oft zuvor, mit künstlich geschaffenen externen Problemen von künstlich geschaffenen internen Problemen abzulenken. Möglicherweise wird es Bürgerkriege geben, in welchen sich die europäische Bevölkerung – oder das, was an diesem Tag noch von ihr übrig ist – den Rest gibt. Selbst die Geschehnisse des Mittelalters können sich heute wiederholen, werden aus Afrika doch gerade Krankheiten eingeschleppt, die es in Europa seit geraumer Zeit nicht mehr gab: Krätze, Pest, Ebola, Cholera & Co. Im Grunde ist es jedoch egal, wie sich die Energie unbezahlter Rechnungen der Hochleistungsschuldengesellschaft entladen wird, denn in jedem Fall muss damit gerechnet werden, dass bei der Entladung eine Menge Staub frei wird und dass Europa, nachdem sich dieser Staub wieder gelegt hat, nicht mehr das gleiche sein wird. Daher rückt die rechtzeitige Sicherung existenzieller Grundlagen in den Mittelpunkt, denn es gibt nicht genügend “Plan B” für alle und am Tag X wird es eng an den Notausgängen.

Noch gelingt es, die Gemüter zu beruhigen. Verschärft sich die Situation und fällt der Lebensstandard unter die Grenze dessen, was in einer Demokratie durchsetzbar ist, entsteht ein Polizeistaat. Es folgen Restriktionen: Internet-Seiten werden blockiert, die freie Rede wird verboten und die Armee kommt im Inneren zum Einsatz. Für solche Maßnahmen brauchen Gesetzgeber Gründe, die von der Bevölkerung akzeptiert werden. In der Vergangenheit dienten False-Flag-Ereignisse wie der Brand des Reichstages und der 11. September als Rechtfertigung für die Einschränkung der Bürgerrechte.

 

Wo Du morgen sein wirst, entscheidest Du heute!